Im Nordwesten Namibias wartet das wüstengleiche aber landschaftlich äußerst reizvolle Kaokoveld mit seinen sandigen Ebenen, wilden Bergen und felsübersähten Hügeln auf. Der Fluss Kunene grenzt im Norden die Heimat der nomadischen Himbas sowie die in den Flußtälern wandernden Wüstenelefanten und Giraffen ein. Über die endlosen Ebenen des Kaokovelds ziehen Herden von Gemsbock und Springbock.

Die eisigen Wasser des Atlantischen Ozeans umspülen die Strände der Skeleton Coast (Skelettküste), die unwirtlich und trocken als der größte Schiffsfriedhof der Welt gilt. Die Skelettküste besteht aus Sandünen, Schotterwüsten und Salzpfannen und ist für ihre Einsamkeit und die ausgezeichneten Angelgründe bekannt. Beide Gebiete sind nur mit Geländefahrzeugen befahrbar. Am südlichen Ende der Skelettküste und gut mit dem PKW von Swakopmund aus erreichbar befindet sich Cape Cross, mit einer der größten Robbenkolonien des südlichen Afrikas.

Der Brandberg ist ein majestätisches Bergmassiv inmitten der flachen Halbwüste. Der 2 573m hohe Königstein ist der höchste Gipfel des Massivs und der höchste Berg Namibias. Hier finden Sie über 40000 prähistorische Felszeichnungen, von denen ohne Zweifel die “White Lady” die bekannteste von allen ist. Eine einstündige Wanderung auf dem gut beschilderten Weg führt Sie in die Tsisab Schlucht und zur Maack’s Grotte, in der diese einmalige Felszeichnung 1917 entdeckt wurde.

Das Damaraland mit der wilden Schönheit von endlosen Ebenen und Gebirgszügen bietet ungewöhnliche geologische Formationen, Unmengen von Felszeichnungen und -gravuren und nicht zuletzt die Überlebenskünstler im Tierreich, wie z.B. die sich an die trockene Umwelt angepaßte Wüstenelefanten und Spitzmaulnashörner. Besonders sehenswert sind folgende Attraktionen: Der “Versteinerte Wald” (Petrified Forest) westlich von Khorixas, in dem Sie 200 Millionen Jahre alte, versteinerte Baumstämme bewundern können. Twyfelfontein mit hunderten von sehenswerten Felszeichnungen und -gravuren auf rotem Sandstein. Südwestlich von Twyfelfontein finden Sie den Doros Krater, der durch seine fossilen Funde Aufmerksamkeit erregt. Nur ein paar Kilometer südlich von Twyfelfontein liegen der “Verbrannte Berg” (Burnt Mountain), der mit seinen verschiedenfarbigen Gesteinsarten aussieht als wenn er in einem Inferno in Flammen aufgegangen wäre und die Orgelpfeifen (Organ Pipes) aus Basaltgestein. Zwischen Khorixas und Outjo ragt der 35m hohe Felsfinger “Vingerklip”als Zeuge prähistorischer Erosion in den blauen Himmel.

Der Etosha National Park ist einer der wichtigsten Wild- und Naturschutzgebiete Afrikas und wurde vom deutschen Gouverneur von Lindequist 1907 gegründet.  Das Herzstück des Parks ist die Etosha Pfanne (Etosha = “Platz des trockenen Wassers”), eine ausgedehnte, flache Pfanne von mehr als 5 000 km². Diese große, weiße Ebene in flimmernder Hitze  macht mit ihren großen Herden afrikanischen Wildes einen Besuch der Etosha zu einem einmaligen Erlebnis in Afrika.

In der Etosha leben 144 Arten von Säugetieren auf einer Fläche von 22270km² einschließlich Elefant, Giraffe, Gnu und Spitzmaulnashorn. Zu den Raubtieren der Etosha zählen Löwe, Gepard, Leopard, verschiedene Arten wilder Katzen als auch Hyänen und Schakale. Zahlreiche Antilopenarten, vom majestätischen Eland bis zur kleinsten Antilope, dem Damara dik-dik, können hier beobachtet werden.

Eines der Glanzpunkte des Etoshaparks ist sicherlich das nachts mit Flutlicht ausgestrahlte Wasserloch in Okaukuejo. Hier können Sie Elefanten und anderes Wild nachts beim trinken bewundern. Das historische deutsche Fort Namutoni war einst der nördlichste Stützpunkt der deutschen Kolonialisten und ist heute ein sehenswertes Baudenkmal mit einem kleinen Museum im alles überblickenden Wachturm.

Nordwesten & Etosha Landkarte

Nordwesten Etosha, Landkarte


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